Marienbader Zwetschgen-, Marillen- oder Kirschenknödeln.

Aus: Österreichische Mehlspeisenküche (1914), 124

Herkunftsbezeichnung(en): Marienbad (Mariánské Lázně)

Originalrezept:

80 g Butter werden flaumig gerührt; dazu kommen nach und nach 4 Eidotter, 1 Kilo tags zuvor gekochte geriebene Kartoffeln, etwas Salz, 1 Kaffeelöffel Backpulver und so viel Mehl, als zu einem ziemlich weichen Teig notwendig ist; nachdem derselbe recht abgearbeitet ist und glatt erscheint, verwendet man ihn wie folgt:
Zwetschgen oder Marillen werden entkernt und an Stelle des Kernes ein Stückchen Zucker gegeben; nun nimmt man immer ein Stückchen Teig und balliert die Frucht recht sorgfältig rund damit ein. Diese Knödeln läßt man auf dem mit Mehl bestreuten Brett eine geraume Zeit rasten, dann legt man sie in kochendes Salzwasser, hebt sie sorgfältig vom Boden auf, und wenn sie an die Oberfläche steigen, sind sie nach 6—8 Minuten, je nach der Größe, fertig gekocht. Mittels Schaumlöffel nimmt man sie aus dem Wasser, legt sie auf eine Schüssel, streut Semmelbröseln darüber, begießt sie mit bräunlicher Butter und streut zuletzt Zucker darauf. Diese Speise ist vorzüglich.

Transkription:

Julian Bernauer

Zitierempfehlung:
Julian Bernauer (Transkription): "Marienbader Zwetschgen-, Marillen- oder Kirschenknödeln.", in: Österreichische Mehlspeisenküche (1914), 124,
online unter: https://www.historische-esskultur.at/rezeptforschung/?rdb_rezepte=marienbader-zwetschgen-marillen-oder-kirschenknoedeln (01.05.2024).

Datenbankeintrag erstellt von Julian Bernauer.


In folgendem Projekt erschlossen: ATCZ kulinarisch (2022)